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25.11.2013: pnn



Gretchenfrage zur Bahn

S-Bahn-Ringschluss: Thema für Wahlkampf


Stahnsdorf - Der viel diskutierte S-Bahn-Ringschluss gerät zur Gretchenfrage für die Landtagskandidaten. Denn die müssen, ganz im Sinne Goethes, im Wahlkampf 2014 in der Teltower Region mit der Frage rechnen: „Nun sag, wie hältst du's mit dem Ringschluss?“

Die Antworten der Landesregierung dazu waren bislang immer abschlägig. Doch den Wunsch nach einer S-Bahnverlängerung von Teltow über Stahnsdorf bis Wannsee hat die Region nie aufgegeben. Das war auch am Freitagabend bei der „Langen Nacht der Bürgersprechstunde“ nicht zu überhören, zu der Stahnsdorfs Bürgermeister Bernd Albers (BfB) ins „Kossätenhaus“ eingeladen hatte, dem Gasthaus am einstigen S-Bahnhof. „Wann kommt die S-Bahn wieder nach Stahnsdorf?“, lautete daher auch die Frage des Abends. Einen Termin konnte Albers den rund 70 Gästen nicht nennen, gab sich aber dennoch optimistisch.

Zuversichtlich ist auch der Vorsitzende der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Der Teltow, Jens Klocksin (SPD). Denn der ablehnenden Haltung der Landesregierung stünden Zahlen gegenüber, die für sich sprechen: So wären täglich 18 000 Pendler in der Region unterwegs, auch die Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr seien angestiegen und bei den Einwohnerzahlen von aktuell 60 000 ist mit einem Zuwachs von 45 Prozent bis zum Jahr 2030 zu rechnen. Nach dem regionalen Bekenntnis zum Ringschluss müsse das Augenmerk jetzt auf die Freihaltung der S-Bahntrasse gerichtet werden, so Klocksin.

Wie schwierig sich das für die Kommunen gestaltet, zeigte sich in den letzten Jahren, als die Deutsche Bundesbahn mehrere Grundstücke an der Trasse verkaufte. Um die Freihaltetrasse zu sichern, wurde im letzten Jahr in Stahnsdorf beschlossen, eine Bebauung des Grünzuges zu verhindern. Streit gibt es seither bei Bauvorhaben nahe der Trasse. So wurden in der letzten Stahnsdorfer Gemeindevertretersitzung auf Antrag der SPD-Fraktion die Pläne für ein privates Bauprojekt in letzter Minute gestoppt. Zuvor hatte der Hauptausschuss bereits grünes Licht gegeben. Eine erneute Prüfung ergab, dass der Bau offenbar das Ziel, die Trasse freizuhalten, torpedierte. Demnach könnte die Baugrenze erheblich überschritten werden. Mehr Chancen könnte ein Radweg auf dem Grünzug haben, wie das Publikum erneut am Freitag vorschlug. Der würde touristisch den Ort aufwerten und für mehr Schulwegsicherheit sorgen.





von Kirsten Graulich

pnn
25.11.2013

http://www.pnn.de/pm/807412/




von Kirsten Graulich

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